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Zahnfleischpflege

Hilfe bei der Zahnfleischpflege

Hauptursache für Zahnfleischentzündungen ist die Ansammlung von Bakterien in Form von Plaque. Andere Einflüsse, wie z. B. Rauchen, genetische Faktoren, systemische Erkrankungen (Diabetes, Aids) und bestimmte Medikamente können das Risiko zusätzlich erhöhen. Laut der Weltgesundheitsorganisation sind 6 von 10 Personen weltweit von Parodontalerkrankungen betroffen. Mehr als 40 Prozent der 65 - bis 74-Jährigen leiden in Deutschland an einer schweren Form der Parodontitis (Entzündung des Zahnhalteapparates).

Häufige Fragen und Tipps zur Zahnfleischpflege

Was kann ich tun, um Zahnfleischerkrankungen vorzubeugen?

Vorbeugung beginnt bei der häuslichen Mundhygiene ‒ gründliches Zähneputzen, tägliche Zahnzwischenraumreinigung und die Verwendung von Mundspülungen sind wichtig. Eine professionelle Zahnreinigung ist zusätzlich alle 6 Monate empfehlenswert.

Wie entstehen Zahnfleischentzündungen?

Zahnfleischentzündungen werden hauptsächlich durch die Ansammlung von bakteriellem Biofilm (Plaque) auf den Zahnoberflächen verursacht. Die Plaque-Bakterien geben Stoffwechselprodukte ab, die das Zahnfleisch reizen und Entzündungen hervorrufen. Wenn Bakterien sterben und sich auflösen, schütten sie entzündungsfördernde Abfallprodukte aus, die zusätzlich parodontale Erkrankungen fördern können.

Welche Faktoren können das Bakteriengleichgewicht im Mund stören?

Wie viele Bereiche des Körpers, ist auch der Mund mit Bakterien besiedelt: Bis zu 900 verschiedene Bakterienarten befinden sich in der Mundhöhle. Die meisten davon sind nützlich und schützen Ihren Mund, indem sie die schädlichen Plaque-Bakterien, die für den Beginn von Zahnfleischentzündungen verantwortlich sind, wie ein Verteidigungssystem bekämpfen. Jedoch können einige Faktoren das Gleichgewicht zwischen „guten“ und „schädlichen“ Bakterien stören: Ungenügende Mundpflege, falsche Ernährung, Stress und andere Faktoren, die die Entwicklung krankmachender Bakterien begünstigen und in der Folge Zahnfleischprobleme verursachen.

Wie kann ich Zahnfleischentzündungen erkennen?

Zahnfleischentzündungen (Gingivitis) sind ein sehr verbreitetes Problem, das sehr oft unterschätzt wird: Über 50 % der Bevölkerung leiden darunter. Wenn das Zahnfleisch rot, irritiert und geschwollen ist und blutet, dann leiden Sie unter Gingivitis. Diese wird hauptsächlich durch Plaquebakterien verursacht, die das Zahnfleisch reizen und zur Entzündung führen. Ohne Behandlung kann sich die Gingivitis zu einer Entzündung des Zahnhalteapparates (Parodontitis) entwickeln.

Warum wird der antibakterielle Stoff Chlorhexidin in unseren GUM® PAROEX® Produkten verwendet?

Chlorhexidin (CHX) ist eine der am besten klinisch getesteten Substanzen und langzeiterprobt. Es verfügt über ausgeprägte bakteriostatische (Hemmung des Wachstums und der Vermehrung von Bakterien) und bakterizide (Abtötung von Bakterien) Eigenschaften. Zusätzlich wirkt Chlorhexidin auch bei Hefen und Pilzen. Das besondere an CHX ist seine hohe Substantivität (Verweildauer in der Mundhöhle), d.h. es ist lange genug in der Mundhöhle in ausreichender Konzentration vorhanden, um antiseptisch zu wirken.

Zahnfleischbluten – Was hilft?

 

Risikoverhalten vermeiden

Ungesunde Ernährung, Rauchen und häufiger Stress sind oftmals die Auslöser für Zahnfleischentzündungen. Diese Risikofaktoren sollten möglichst vermieden bzw. minimiert werden.

Regelmäßige Zahnhygiene

Die tägliche und gründliche Zahnreinigung ist unerlässlich, um Nahrungsreste und Beläge zu entfernen. Die Zahnbürste reinigt die Zahnoberflächen. Mit Zahnseide oder handlichen Interdentalbürsten können enge Stellen, wie Zahnzwischenräume und Zahnfleischränder, erreicht werden.

Zahnarztbesuche

Zweimal jährlich sollte der Zahnarzt zum Kontrollbesuch aufgesucht werden. Die regelmäßige professionelle Zahnreinigung unterstützt zudem die Zahngesundheit.

Vorsicht, Risikogruppe!

Diabetiker, Schwangere, ältere Menschen oder Patienten mit Prothesen, Füllungen oder Zahnspangen zählen zu den Risikogruppen. Da sie besonders anfällig sind, müssen sie stets auf Veränderungen oder Erkrankungen des Zahnfleisches achten. Sollte es dennoch bereits zu einer Gingivitis gekommen sein, kann ein innovativer Ansatz helfen: Die GUM® PerioBalance® Lutschtabletten enthalten ein klinisch dokumentiertes Probiotikum. Bei regelmäßiger Anwendung stellt dieses das Gleichgewicht der Mundflora, das während einer Gingivitis gestört ist, wieder her und sorgt so für gesundes Zahnfleisch.

 

Unterschied Parodontose und Parodontitis:

Im Volksmund wird die Parodontitis (Entzündung des Zahnhalteapparates) noch immer fälschlicherweise als Parodontose bezeichnet, was jedoch nicht korrekt ist. Die Endung -itis weist auf eine Entzündung hin, während die Endung -ose auf eine Rückbildung des Gewebes ohne entzündliche Prozesse hinweist. Eine echte Parodontose (also ohne Entzündung) kommt fast nie vor.

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